Kreuzkupplungsreaktionen und insbesondere die Suzuki-Reaktion gehören zu den weit verbreiteten Synthesemethoden zur Schaffung neuer C-C-Bindungen, um komplexere Moleküle aus kleineren Molekülen zu bilden. Bei der Suzuki-Reaktion oder Suzuki-Miyaura-Reaktion werden eine Organoborverbindung und ein Organohalogenid in Gegenwart einer Base unter Verwendung eines Palladiumkomplexes als Katalysator kreuzgekuppelt. Die Reaktion wird in der pharmazeutischen Industrie eingesetzt, um z.B. aromatische Ringstrukturen zu verknüpfen und komplexere Zwischenverbindungen für die Wirkstoffsynthese herzustellen. Zu den verwandten Kopplungsreaktionen gehören Negishi und Heck, bei denen ebenfalls Übergangsmetallkomplexe als Katalysatoren in Kreuzkupplungsreaktionen eingesetzt werden. Bei der Negishi-Reaktion werden Organohalogenide mit Organozinkverbindungen gekoppelt, um C-C-Bindungen zu bilden, während bei der Heck-Reaktion ein Palladiumkatalysator verwendet wird, um ein ungesättigtes Halogenid mit einem Alken zu koppeln, wodurch ein substituiertes Alken entsteht.
Es gibt eine Reihe weiterer Reaktionen, bei denen C-C-Bindungen in kreuzgekoppelten Produkten gebildet werden. Bei der Kumada-Corriu-Kopplung werden ein Grignard-Reagenz und ein organisches Halogenid mit Palladium oder Nickel gekoppelt. Bei der Sonogashira-Reaktion werden ein Palladium-Katalysator und ein Kupfer-Co-Katalysator verwendet, um ein Alkin und ein Aryl- oder Vinylhalogenid kreuzweise zu koppeln.

