Proteinkristallisation ist der Akt und die Methode zur Schaffung strukturierter, geordneter Gitter für komplexe Makromoleküle. Proteine sind typischerweise als Feststoffe amorph und neigen zur Denaturierung, während Proteine, die in kristallinen Gittern vorliegen, der Denaturierung widerstehen und eine größere Stabilität besitzen. Proteine können kristallisieren, wenn sie in geeignete, förderliche Umgebungen gebracht werden. Die Proteinkristallisation wird sowohl als Kunst als auch als Wissenschaft betrachtet, aufgrund der hochkomplexen Wechselwirkungen der Variablen, die den Proteinkristallisationsprozess beeinflussen.
Der häufigste Grund für die Herstellung von Proteinkristallen ist die Unterstützung struktureller biologischer Untersuchungen, typischerweise mittels Röntgenbeugungskristallographie. Untersuchende können Bereiche im Gerüst visualisieren, die die Interaktion mit anderen Molekülen ermöglichen, indem sie die dreidimensionalen Strukturen von Proteinen verstehen (zum Beispiel, um besser zu verstehen, wie Enzyme, Substrate und Liganden interagieren). Darüber hinaus ist Kristallisation ein effektives Mittel zur Herstellung reiner Proteine, die frei von Kontaminationen durch andere Proteine oder fremdes biologisches Material sind, und bietet somit eine alternative Methode zur Reinigung und Trennung gegenüber der präparativen Chromatographie.








